Ein offener Brief
Ein offener Brief an diejenigen, denen noch etwas daran liegt
Über Palästina, Frieden und das Weigern, wegzusehen
Es gibt Dinge, von denen man sich nicht erholt. Bilder, die sich ins Gedächtnis brennen. Ein Kind, das aus Trümmern gezogen wird. Eine Mutter, die nach ihrem Baby schreit. Ein Vater, der Stücke seines Kindes hält.
In letzter Zeit fühlt es sich an, als könnte ich dem nicht entkommen, und ich sollte es auch nicht. Keiner von uns sollte es.
Ich habe mehr Male geweint, als ich zählen kann, als ich gesehen habe, was in Palästina geschieht. Ich weine um die Eltern, die ihre Kinder nicht beschützen können. Ich weine um die Kinder, die niemals aufwachsen werden. Und ich weine, weil ich nicht weiß, wie ich das alles stoppen kann.
Ich spende. Ich spreche. Ich schreibe. Und doch fühlt es sich nie genug an. Weil es nicht genug ist. Und die Leute, die das tatsächlich ändern könnten, die mit Macht, mit Plattform, mit Politik hinter sich, tun nichts. Sagen nichts. Und wenn Führungskräfte angesichts eines Völkermords schweigen, sind sie nicht neutral. Sie sind mitschuldig.
David Lammy. Keir Starmer. Ich möchte das klar sagen: Sie sprechen nicht für mich.
Sie sprechen nicht für die Mütter, die weinend wach liegen. Sie sprechen nicht für die Kinder, die in Angst leben. Sie sprechen nicht für jeden von uns, dessen Herz noch zu zart ist, um wegzusehen.
Sie könnten sprechen. Sie könnten handeln. Sie könnten etwas tun. Stattdessen haben Sie sich für das Schweigen entschieden, und die Geschichte wird sich daran erinnern.
Ich weiß, es wird Leute geben, die sagen: „Bleib beim Schminken“, „Werde nicht politisch“ oder „Du wirst Follower verlieren“. Das ist nicht politisch. Das ist menschlich. Hier geht es um Kinder, die ermordet werden, während die Welt zuschaut.
Und ja, ich besitze eine Kosmetikmarke. Ja, mir liegen Pigmente und Verpackungen und Eyeliner, der nicht verrutscht, am Herzen. Aber mir liegen auch Menschen am Herzen. Gerechtigkeit. Frieden, nicht der hohle Frieden von Hashtags und gebrochenen Verträgen, sondern echter Frieden. Die Art, die kommt, wenn jedes Kind sicher ist. Die Art, die Freiheit, Sicherheit und Würde für alle Menschen bedeutet, nicht nur für die innerhalb der richtigen Grenzen.
Also werde ich weiter weinen. Ich werde weiter schreiben. Ich werde es weiterhin beim Namen nennen, denn Schweigen hilft niemandem außer denen, die von der Gewalt profitieren.
An alle, die das lesen und sich so hilflos und untröstlich fühlen wie ich: Sie sind nicht allein. Ihre Wut zählt. Ihr Kummer zählt. Und wenn Sie sich immer noch tief, laut und unbequem kümmern, dann sind Sie genau das, was die Welt jetzt braucht.
Wir müssen nicht perfekt sein. Wir müssen uns nur weigern, still zu werden.
🖤
Lynsey
Mutter. Macherin. Zeugin.
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